Letzten Samstag hieß es nun endlich: Qualiturnier für die nächste Saison in der D-Jugend.
Und ich finde es immer toll und drücke Ländern wie Malta oder Lichtenstein immer die Daumen, wenn sie gegen so große und gute Länder wie Deutschland oder Frankreich spielen. Und an diesem Samstag waren wir wie Malta oder Lichtenstein. Schließlich spielten wir bei dem Turnier gegen Mädchen, die nicht mehr ein- sondern zwei Jahre älter als wir waren. Aber unser Trainer möchte, dass wir nächstes Jahr immer gegen solche Mannschaften spielen. Und wir wollen das auch. Weil wir immer besser werden wollen. Und wer möchte denn nicht gerne so sein, wie die Großen? Bei mir war das schon immer so. Als ich zum Beispiel in die Schule kam, wollte ich auch ganz schnell lesen und schreiben lernen. Und Hausaufgaben kriegen. Okay, der letzte Punkt änderte sich inzwischen, aber das ist ja nicht so wichtig.
Unser Ziel war am Samstag also klar: Wir wollten die Großen (und Älteren) ärgern. Und niemals aufgeben. Ja, wir wollten Charakter zeigen.
Im ersten Spiel gegen Pfeffersport gelang es uns sogar, uns ab und an hervorzuheben. Und wir warfen oft aufs Tor. Aber leider meistens vergebens. Trotzdem waren wir mit dem Spiel zufrieden, weil wir eben wie Lichtensein oder Malta waren und uns an dem erfreuten, was uns schon gelang. Da ist das Ergebnis (12:2) gar nicht so wichtig. Im zweiten Spiel ging es dann gegen die Füchse. Und wieder hatten wir einige Chancen, verloren am Ende aber mit 1:15.
Die Mädchen vom Charlottenburger HC spielten sich gegen uns in einen Rausch. Keine Ahnung, was die vorher genommen haben. Das Spiel endete 2:14.
Und jetzt muss man sich mal vorstellen, Malta oder Lichtenstein schafft es tatsächlich, Deutschland an den Rand einer Niederlage zu bringen. Dann sind die Verlierer die Sieger der Herzen und der Gewinner muss sich ziemlich was anhören. Ähnlich ging es im letzten Spiel zu, als wir gegen den Berliner SV spielten. Wir verloren nur knapp mit 13:16. Und unsere Nasen gingen vor Stolz in die Höhe.
Aber viel wichtiger war, niemals aufzugeben, immer zu wissen, was wir selbst schon können. Egal, wie gut die anderen sind. Und ich bin mir sicher, darin haben wir den 1. Platz errungen.

T.S.