Ja, am Freitag war es soweit. Unser letztes Turnier in dieser Saison klopfte an die Tür.

Und es fühlte sich wie Zuckerwatte essen an, bei Sonnenschein an die Ostsee, genauer nach Warnemünde, zu fahren. Dort warteten Mannschaften wie Eintracht Rostock, Altlandsberg, aber auch eine andere Mannschaft aus Berlin. Insgesamt nahmen elf Mannschaften an dem Warnemünde-Cup teil. Davon allein drei von unserem Verein. Und ich fange jetzt einfach mal an zu erzählen.
Am Freitag fuhren wir mit vielen Autos also in den Norden. Dort bezogen wir für das Wochenende unsere Unterkunft. Und wie jedes Jahr schliefen wir in einer Schule. Damit man sich das mal vorstellen kann: In einem Klassenraum lagen also 17 Isomatten und Schlafsäcke. Schule kann also sogar mal Spaß machen.
Am Freitagabend feuerten dann manche Eltern den Grill an. Wir Mädchen mussten ja noch nicht angefeuert werden. Aber aufgeregt waren wir. Weshalb wir ziemlich lange brauchten, um einzuschlafen.
Unser EBT wollte ja, wie ich schon mal erwähnte, mit drei Mannschaften spielen. Das ging eigentlich nicht, aber wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg. Die meisten Mädchen aus dem ältesten Team besuchen ja alle die gleiche Grundschule. So spielten sie dann nicht als EBT, sondern unter dem Namen der Schule.

Am Samstagmorgen hieß es dann früh aufstehen. Es stand ein aufregender Tag bevor. Wir fuhren erstmal zur Sporthalle. Aber nicht, um Handball zu spielen. Im Vorraum der Halle sorgten die Leute, die das Turnier veranstalteten, für ein leckeres Frühstücksbuffet, auf das wir uns stürzten.

So etwa eine Stunde später begann dann das Turnier.

Und zwar richtig!

Wenn von elf Mannschaften drei vom EBT kommen, lässt es sich ja nicht vermeiden, dass man auch gegeneinander spielen muss. Oder darf. Ich glaube, das sieht jeder anders.
So standen sich im ersten Spiel also die erste und die zweite Mannschaft von uns gegenüber. Klar, das hatten wir inzwischen öfter, aber komisch ist das jedes Mal, wenn man die Mädchen, gegen die man spielt, so richtig gut kennt. Oder sogar befreundet ist.
In der zweiten Mannschaft spielten auch Mädchen, die erst vor kurzem anfingen, Handball zu spielen. Das war ja kein Problem. Ärgerlich war nur, dass manche zuletzt kaum zum Training kamen. Und gerade die machten Fehler, die eigentlich nicht mehr passieren dürfen. Oder zumindest nicht so oft. Mich ärgerte das richtig.
Der Spielbeginn fühlte sich ein wenig nach warm machen an. Was wir eigentlich vorher schon taten. Die ersten Bälle, die auf die Tore geworfen wurden, landeten alle daneben oder bei den Mädchen, die im Tor standen. Erst nach 4 Minuten schaffte es die erste Mannschaft, in Führung zu gehen. Und als die Führung dann höher wurde, merkte man, dass der größte Unterschied zwischen den Mannschaften war, dass manche Mädchen einfach schon viel, viel länger Handball spielen. Zur Halbzeit stand es 5:0 für unsere Erste. Nach der zweiten Halbzeit stand auf der Anzeigetafel 11:1. Das Ergebnis störte dabei gar nicht so sehr, viel mehr wurmte es, dass wir es unseren „Gegnerinnen“ manchmal so einfach machten.

Unser Grundschulteam besiegte anschließend die SG Vorpommern mit 17:6 und die zweite Mannschaft verlor auch ihr zweites Spiel mit 2:8 gegen das Heimteam aus Warnemünde.

Und wie das Wochenende weiterlief, könnt ihr im nächsten Bericht lesen.