Ich kann nicht sagen, woran es lag. Es regnete den ganzen Tag. Also nicht so richtig, eher so leichter, fieser Matschregen. Dazu fühlte sich das Training ungefähr so wie das Wetter an und trotzdem hatten alle gute Laune. Ja, die Stimmung war richtig toll. Aber beginnen wir um kurz vor 7 am Morgen.
Es stand das ungeliebte Joggen an. Drei Runden um den Sportplatz. Danach organisierten sich die Mädchen das Frühstück, ehe das Training in einer tollen Handballhalle begann. Und das sollte noch die kleinere von den Hallen sein, in denen man üben durfte.
An diesen Tag ging es vor allem um das Hinterlaufen. Das sah wie Rugby aus. Man spielte den Ball immer wieder zurück, aber trotzdem kam man dem gegnerischen Tor näher. Und natürlich musste man sich nicht gegenseitig umrempeln.

Nachdem wir einen Spaziergang in die Mensa der Fachhochschule hier in Gummersbach machten, um dort Mittag zu essen, ruhten wir uns noch etwas aus.
Bis zum bitteren Teil des Trainingslagers. Die Mädchen mussten nicht nur sich, sondern auch ihren Schweinehund überwinden, um diesmal 2000m auf der Laufbahn zu schaffen. Und das so schnell, dass sie das Ziel trotzdem noch erreichen konnten. Es haben alle geschafft, aber manche Gesichter drückten Schmerz und Qualen aus und bestimmt gab es auch manche, die den Trainer innerlich verfluchten, als sie kurz davor schienen, noch auf der Laufbahn leblos zusammenzubrechen. Hauptsache, man musste nicht mehr laufen.

Um 16.00 Uhr begann dann endlich wieder das Training mit dem Ball. Und diesmal in der riesigen Schwalben-Arena. So ganz nebenbei trainierten direkt neben den Mädchen übrigens die Profis des VFL Gummersbach.
Den Abend ausklingen ließ man schließlich mit Nudeln und Wurstgulasch und einer Runde »Werwolf«.