Mit dieser Überschrift ist das Turnier in Ulzburg ja eigentlich perfekt beschrieben und doch ist dieser eine Tag in Ulzburg so wertvoll, weshalb man unbedingt näher auf ihn eingehen muss.

Die Halle 3, wo das Turnier der E-Mädchen stattfand, schimmerte nicht blau und weiß. Es war schon eine blau-weisse Wand, die man da in der Halle sah. Das lag auch daran, dass von unserem EBT gleich drei Mannschaften antraten.

Aber beginnen wir von hinten:

Die Mädchen unserer dritten E-Jugend trafen in der Gruppe A auf den Rellinger TV, den Ahrensburger TSV  und auf die erste Mannschaft von Henstedt-Ulzburg. Gegen die Gastgeberinnen setzte man das Auftaktspiel auch mal gleich in den Sand. Was schade war, weil man nur an sich selbst scheiterte, die Mädchen es nicht schafften, ihre Fehler wenigstens etwas abzustellen. So stand es am Ende leider 4:6.

Gegen Ahrensburg gelang dann aber all das, was im Auftaktspiel noch vermisst wurde. So gewann man das zweite Spiel schließlich mit 9:4.

Im dritten Spiel schlug man dann, statt die Mädchen aus Rellingen, wieder nur sich selbst. Ja, es waren wieder diese vielen eigenen Fehler,  an denen unsere Mädchen scheiterten. Das letzte Gruppenspiel verlor die 3.Mannschaft mit 5:8. Somit belegte man am Ende der Vorrunde den 3. Platz. Und ja, es wäre doch so viel mehr drin gewesen. Allein deshalb galt es in den anschließenden Platzierungsspielen, nochmal alles rauszuhauen.

Und das gelang! Die HSG Pinnau bekam all den Frust zu spüren, der sich bei den Mädchen anstaute. Das 11:0 für unseren EBT spricht für sich.

Zum Abschluss traf man ein zweites Mal auf die Mädchen aus Ahrensburg. Dank einer wirklich konzentrierten Vorstellung gewannen die Mädchen mit 10:3 und sicherten sich damit den 7. Platz des Turniers.

 

Unsere zweite Mannschaft, trainiert von Herrn Schuster, war der jüngere E-Jugend-Jahrgang.

Okay, wie die Mädchen über das Parkett tanzten, erinnerte weniger an eine Ballerina. Das musste es auch nicht. Stattdessen rannten sie wie kleine Kampfdackel über das Feld und bissen sich an jedem Gegner fest.

Nach dem ersten Spiel der Gruppe C verließen die Mädchen des TSC zwar als Sieger das Parkett, aber schwindlig war denen. Und ausreichend Wunden lecken mussten die auch. Es war schlicht ein großartiger Einsatz, den unsere jüngere E-Jugend gegen den großen Favoriten zeigte. Und niemand weiß, wie das Spiel am Ende ausgegangen wäre, wenn die beiden Pfostentreffer zu Beginn doch den Weg ins Netz gefunden hätten.

Im zweiten Spiel belohnten sich  unsere kleinen Kampfdackel dann endlich und verdient. Die HSG Pinnau wurde mit 9:6 besiegt. Damit belegte der EBT 2 den zweiten von drei Plätzen in der Gruppe  C.

Damit gab sich aber niemand zufrieden. Man hatte Blut geleckt, man hatte Appetit auf mehr.

Aber das war kein Appetit, den die Mädchen zeigten. Das war ein Bärenhunger. Und die Mädels der zweiten Mannschaft von Henstedt-Ulzburg wurden mit Haut und Haar verspeist. Nach 13 Minuten stand es 6:0 für unsere Kampfdackel. Und wieder zeigte man einen Einsatz, der sich mit Worten kaum beschreiben lässt.

Gegen die erste Mannschaft aus Ulzburg mag dann etwas die Kraft gefehlt haben. Aber das war mehr als nachvollziehbar. Und trotzdem erreichte man durch das 4:4 am Ende des Turniers den sensationellen 4. Platz. Die Mädchen hatten also allen Grund, die Heimreise nach Berlin mit stolzgeschwellter Brust anzutreten.

 

In der Gruppe B spielte dann natürlich noch unsere erste Mannschaft.

Zum Auftakt hieß der Gegner Henstedt-Ulzburg II. Und mit Beginn des Spiels riefen die Mädchen alles ab und schafften früh die Basis für ein ungefährdetes 10:0.

Im zweiten Gruppenspiel  hieß der Gegner Walddörfer SV. Und es war ein Spiel ohne Gnade. Dabei war es kein unfaires Spiel. Ganz im Gegenteil! Aber man hatte jede Sekunde das Gefühl, dass alle Mädchen unbedingt zeigen wollten, was sie im Training, vor allem in Gummersbach, lernten. Es war von Beginn an eine einseitige Partie, aber unsere Mädchen spielten und spielten und stellten das permanente Tore werfen erst mit der Schlusssirene ein. Auf der Anzeigetafel prangte da, neben der 1 für die Walddörfer Mädchen, eine 14 für unseren EBT.

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen belegte man natürlich den 1. Platz in der Gruppe B und qualifizierte sich damit für die beiden Finalspiele.

Zuerst war der Gegner ein alter Bekannter. Bekannt auch deshalb, weil es, neben unserem EBT, ein weiterer Verein aus Berlin war. Es handelte sich dabei um keinen Geringeren als um die Mädchen des BTSC. Also dem Favoriten des Turniers. Aber darauf gab man bei uns gar nichts. Schließlich wollte unsere 1.Mannschaft das Turnier gewinnen. Das war das Ziel und dieses wollten alle erreichen. Und es spielte überhaupt keine Rolle, wer dafür aus dem Weg geräumt werden musste.

Und die Mädchen des BTSC wurden so dermaßen aus dem Weg geräumt, mit dem 9:4 waren die noch gut bedient. Unsere Mädchen zeigten dem Favoriten in so gut wie jeder Szene die Grenzen auf, niemand in blau und weiß ließ sich von der immensen Lautstärke in der Halle nervös machen. Aber, liebe Eltern, verlangt nie wieder von euren Kindern, dass die sich anständig benehmen sollen…

Die Mädchen des BTSC verließen nach dem Spiel unter Tränen das Parkett und so manches Mädchen in blau und weiß wäre gerne bereit gewesen, Trost zu spenden. Aber so richtig traute sich niemand mit den Taschentüchern in die gegnerische Ecke.

Der souveräne Sieg gegen den BTSC war zwar schön, aber den Turniersieg hatten unsere Mädchen noch nicht in der Tasche. Es wartete noch der zweite Finalgegner, der Rellinger TV.

Aber das, was unsere Mädchen bis dahin erreichten, wollten sie sich im letzten Spiel nicht mehr nehmen lassen. Und so hieß der Sieger auch im letzten Spiel Empor Brandenburger Tor. Was danach folgte war ein Freudenmeer in blau-weiss und viele glückliche Gesichter, denen man die Anstrengungen der letzten Woche ansehen konnte.

 

Es gilt aber auch Danke zu sagen. Auch nach Ulzburg. Nicht nur wegen des Turniersieges hat es uns so gut gefallen, dass wir am Herrentagswochenende wiederkommen werden. Ihr wart ein toller Gastgeber und Organisator. Danke für alles!

 

T.S.