Das Vorspiel!

Wobei das Wort Vorspiel natürlich nicht ganz richtig ist. Es handelte sich viel mehr um ein Turnier für die jüngere E-Jugend. Die Älteren sollten dann später spielen.

Unser Start für die Mädchen des 10er – Jahrgangs war pünktlich um 10:00 Uhr. Und dafür musste man früh los, schließlich rief zum Jahresauftakt das Turnier in Frankfurt an der Oder.
Und der Start gelang. Mit 5:2 gegen den Frankfurter HC feierte unsere jüngere E-Jugend einen gelungenen Jahresauftakt.
Anschließend stand man dem HSV Frankfurt/ Oder gegenüber. Und wieder stand auf der Anzeigetafel ein 5:2 für unsere SG.
Naja, naja, am Ende wusste jeder, dass die ersten beiden Siege gegen den Letzten bzw. Vorletzten des Turniers gefeiert wurden.
Die erste richtige Prüfung, und dass soll jetzt nichts gegen den Handball aus Frankfurt/ Oder sein, war dann doch eher das Spiel gegen NARVA.
Ja, ja, NARVA. Man kannte sich, man hatte Respekt vor der Leistung des anderen und mal gewann man, mal verlor man. Und diesmal verloren unsere Mädchen. Und diesmal auch nicht mit 2:5, sondern mit 5:10.
Naja, und ganz ähnlich hätte man auch über das letzte Spiel gegen Rudow schreiben können. Nur ein paar Wortgruppen galt es zu ergänzen.
Keine Abwehrarbeit,
teilweise zum Heulen,
das hat gesessen,
das Ergebnis behalten wir lieber für uns.

Am Ende erreichten unsere Mädchen der 2. E-Jugend einen 3. Platz und fuhren mit dem doch eigentlich guten Gefühl wieder zurück nach Berlin, im Training auch weiter richtig ranzuklotzen. Es wartete eine Menge Arbeit.

 

 

14:00 Uhr; der Pokal für unsere älteren E-Mädchen startete!

Und es ging für unsere ältere E-Jugend gleich voll los. Man durfte das Turnier gegen den Gastgeber eröffnen. Ein tolles Gefühl.
Im Spiel gegen den HSV aus Frankfurt/Oder gelang unseren Mädchen eine gute Deckungsarbeit. Und das reichte auch erstmal. Zumindest, um das Spiel für sich zu entscheiden.
Den Kampf führte man erstmal viel mehr gegen sich selbst. Die Mädchen wirkten, als steckten die Knödel und der Gänsebraten von den Feiertagen noch in den Knochen. Was es aber viel mehr gebraucht hätte, war ein kleiner Feuerwerkskörper, um die Mädchen aus ihrem Tiefschlaf zu reißen.
Die Spielerinnen aus der Stadt nahe der polnischen Grenze wirkten da um einiges wacher und waren ständig präsent. Obwohl sie von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen. Diese Einstellung brachte viele Sympathiepunkte ein. Aber allein mit Sympathiepunkten gewinnt man eben doch keine Spiele. Unseren Mädchen reichte zum Turnierbeginn eine eher mittelmäßige Leistung, um das Auftaktspiel am Ende mit 8:3 für sich zu entscheiden.

 

Fortuna wurde am Imbiss gesichtet, als unsere Mädchen gegen Neubrandenburg spielten!

Nein, Fortuna stand unseren Mädchen in diesem Spiel nicht zur Seite. Die Glücksgöttin erkannte vermutlich sehr schnell, dass sie hier allein nichts ausrichten konnte und stellte sich lieber an den Imbiss, um sich all die Leckereien zu gönnen, die dort angeboten wurden.
Vielleicht hatten unsere Mädchen aber auch einfach zu viel Respekt, weil ihr Trainer vor dem Spiel meinte, dass man das Turnier gewinnt, wenn man gegen Neubrandenburg gewinnt. Womit er im Nachhinein Recht haben sollte. Wieder einmal.
Damit war den Mädchen klar, was ihnen da in rot und weiß gegenüberstand. Obwohl, nein! Auch das konnte es nicht sein. Man scheiterte ja nicht unbedingt an dem Gegner, sondern viel mehr an sich selbst. Schon wieder. Nur der Unterschied lag diesmal darin, dass man einem Gegner gegenüberstand, der die eigenen Fehler auf fast schon brutale Weise ausnutzte.
Klar, die Mädchen aus Neubrandenburg haben mit Sicherheit nicht den weiten Weg in die Oderstadt auf sich genommen, um den Fairness-Pokal zu gewinnen. Das war schnell klar. Und sie hatten eine Torhüterin im Tor. Und in unseren Reihen, bis auf ein oder zwei Mädchen, fand sich keine, die es mal schaffte, dieses Mädchen  da im Tor wirklich ernsthaft zu prüfen, geschweige zu überwinden. Ich glaube ja, das Mädchen da im Tor hätte gerne einen »Merci-Schokokasten« an unsere Mädchen verschenkt. Als Dank dafür, dass sie die Möglichkeit bekam, sich ständig auszuzeichnen. Aber die Läden in Frankfurt/ Oder hatten zu dieser Zeit schon geschlossen.
Und so fiel vor allem Bernd Seliger an der Seitenlinie ein großer Stein vom Herzen, dass seine Mädchen mit dieser Leistung nur zweiter Sieger waren. Mit solch einer Leistung durfte man einfach kein Spiel gewinnen. Das Spiel endete schließlich so deutlich wie auch verdient 3:7 für Fortuna Neubrandenburg.

 

Klar seit ihr stärker, aber kampflos geben wir nicht auf!

So oder ähnlich musste das Motto heißen, mit dem die Mädchen der SG OSF aus Schöneberg in dieses Turnier gingen.
Doch ob es der scheinbar unbezwingbare Kampfeswille war oder ob es doch eher an der ersten Niederlage unserer Mädchen im Jahr 2020 lag, die eine Portion Unsicherheit an die Trikots klebte, keine Ahnung. Normalform erreichte auf dem Paket eigentlich niemand, der die Farben unseres EBT trug. Naja, und ob die Leute in Gelb Normalform erreichten, beurteilen lieber andere Leute.
Sogar das Kampfgericht schien vom Schöneberger Kampfgeist so beeindruckt, dass ein Tor, was unsere Mädchen warfen, für die SG OSF gezählt wurde. Somit stand am Ende ein knappes 8:6 für uns auf der Anzeigetafel, wobei die endgültige Entscheidung erst vier Sekunden vor Schluss fiel.

 

Jetzt konnten wir mal zeigen, was in uns steckte!

Der nächste Gegner kam wieder aus Frankfurt. Diesmal ging es gegen den Frankfurter HC. Das Spiel gewann unser EBT relativ locker mit 9:1.
Okay, vielleicht wirkt das alles so, als male man die Leistung unserer Mädchen schwarz an. Immerhin boten sie jetzt einiges auf und zeigten, was sie konnten. Aber Tatsache war, dass da eigentlich niemand war, der sie daran hinderte. Das Ergebnis galt es also nicht zu hoch zu hängen.
Aber, lieber FHC, ihr habt in den anderen Partien trotzdem gezeigt, dass ihr mit dem Handball umgehen könnt. Sonst wärt ihr bei dem Turnier ja Letzter geworden. Und das war ja nicht der Fall.

 

 

NARVA, NARVA, immer wieder NARVA!

Nein, es war nicht ganz so extrem wie das vorige Spiel. Und doch zeigten unsere Mädchen wieder eine große Dominanz. Von Beginn an war klar, dass unsere EBT – Mädchen ihr letztes Turnierspiel gegen NARVA für sich entscheiden würden.
Was unsere Mädchen in diesem Spiel zum ersten Mal während des Turniers zeigten, war die Ausgeglichenheit, die im Team steckte. Endlich zeigten mal viele Mädchen, was sie schon an Handball-Qualitäten besaßen. Das letzte Spiel entschied man schließlich souverän mit 10:2 für sich.

Damit belegte man einen leistungsgerechten 2. Platz im Turnier. Glückwunsch dazu.
Und natürlich ein riesiges Dankeschön an den Veranstalter. Es war ein tolles und faires Turnier. Und man sah, wie viel Arbeit in solch einer Organisation steckt. Auch dafür ein großes Danke an die deutsch – polnische Grenze und hoffentlich bis zum nächsten Mal.

Das Nachspiel!

Liebe Mädchen, auch ohne hellseherische Fähigkeiten tippe ich mal auf folgenden Trainingsplan für die nächsten Wochen:

Torwürfe
Erste Welle
Torwürfe
Anwürfe
Torwürfe