Das war ein Samstag. Ganz anders als in der Vorwoche konnte man den letzten Samstag in der Palisadenstraße als richtig erfolgreich bezeichnen. Und spannend war es auch. Vielleicht hat ja doch jemand den Drehbuchautor von letzter Woche in die Wüste geschickt.

Diesmal begannen die Mädchen unserer 1. D-Jugend

SG EBT gegen Pro Sport 24, Anwurf 14.00, D-Jugend, Landesliga

Für die Gäste von Pro Sport sollte es in der Palisadenstraße nicht viel zu holen geben, schließlich kam man mit 4 Niederlagen aus 4 Rückrundenspielen im Gepäck. Grund genug also, von EBT-Seite alles auf Attacke zu schalten und loszuballern.

Und das taten unsere Mädchen. Nach vier Minuten stand es 4:1. Alles wie erwartet also. Doch die Führung schmolz, beinahe unbemerkt, dahin. Nach weiteren 4 Minuten schafften die Gäste dann tatsächlich auch den Ausgleich. Es folgte eine Auszeit von Seiten des EBT. Es war Zeit, die Mädchen wachzurütteln.

In der Folge gelang es Pro Sport zwar nicht in Führung zu gehen, doch taten sich unsere Mädchen jetzt schwerer. Pro Sport wehrte sich vehement gegen eine weitere Niederlage und ließen einen großen Rückstand nicht mehr zu. Mit maximal zwei Toren führten unsere D-Mädchen in den nächsten Minuten. Bis zur Halbzeit waren es dann immerhin wieder drei Tore, mit denen die Gastgeber vorn lagen.

Auch in der zweiten Halbzeit wurden die Kanonen gezündet und beinahe wahllos aufeinander eingeschossen. Allein in den nächsten fünf Minuten fielen 6 Tore, die man sich brüderlich aufteilte. Doch während unsere Mädchen weiter ihr Spiel machten, mussten die Mädchen von Pro Sport anerkennen, dass es auch an diesem Tag nichts zu holen gab. So gewann unsere 1. D-Jugend am Ende verdient mit 34:28 und gehört zu den vier Mannschaften in der Landesliga, die in der Rückrunde 6 Punkte holten. Dabei steht unsere D-Jugend aktuell auf dem 5. Rang.

Am 15.03. gastieren die Mädchen dann als nächstes bei Blau-Weiss 90.

 

Das war doch ein Auftakt nach Maß. So sollte es bitte weitergehen. Doch die Ausgangslage beim nächsten Spiel war eine völlig andere.

SG EBT II gegen VFL Lichtenrade II, Anwurf 15:30, D-Jugend, Stadtliga Staffel A

Die angesprochene Ausgangslage vor dem Spiel war eigentlich in einem kurzen Satz zusammengefasst.

Beide Teams waren in der Rückrunde noch ohne Sieg.

Das sich dieser Umstand bitte ändern sollte, daran hatten alle Mädchen auf dem Spielfeld ein großes Interesse.

Doch was man dann sah, war nicht sehr schön anzusehen. Vor allem nicht von Seiten des EBT. Unseren Mädchen wollte rein gar nichts gelingen. Klar, irgendwann lag der Ball dann doch mal im Tor der Gäste aus dem Süden Berlins, doch viel zu oft wirkte das eher zufällig. Wobei „oft“ auch übertrieben war. 8 eigene Tore in 20 Minuten sprachen eine ganz eigene Sprache. Und diese eigene Sprache schien in der 1. Halbzeit auch Tina, die Trainerin unserer Mädchen, zu sprechen. Das größte Mitleid in den ersten 20 Minuten galt ohne weiteres ihren Stimmbändern. Aber all ihr Einsatz an der Seitenlinie änderte nichts. Zur Halbzeit lagen unsere Mädchen mit 8:12 zurück.

Und eigentlich hatte niemand in der Halle Hoffnung, dass sich daran in der 2. Halbzeit etwas ändern sollte. Im Gegenteil. Mancher in der Halle stellte sich die Frage, ob man überhaupt gewillt war, dieses Spiel zu gewinnen.

Ja! Jedes Mädchen, welches das Emblem unseres EBT auf der Brust trug, wollte gewinnen. Das war nämlich auch die falsche Frage. Viel interessanter war doch, was die Trainerin ihren Schützlingen in der Halbzeit gesagt hat. Aber egal, was es war, es wirkte.

In den zweiten 20 Minuten stand eine völlig andere Mannschaft auf dem Platz. Plötzlich zwang man die Mädchen aus Lichtenrade zu Fehlern, machte selber dabei weniger und erreichte nach etwas mehr als 26 Spielminuten, dass auf der Anzeigetafel auf beiden Seiten 12 Tore vermerkt waren.

Und was nun folgte, war ein Kampf um jeden Ball, um jeden Meter auf dem Feld. Und wer es bis dahin noch immer nicht begriffen hatte, da standen Mädchen auf dem Feld, die wollten gewinnen. Dafür kämpften sie. Und gewannen. 17:16. In letzter Sekunde. Mehr Spannung ging nicht.

Danke für dieses tolle Spiel.

Unsere 2. D-Jugend belegt jetzt den 8. Rang und gastiert am 07.03. bei Pfeffersport, wo man die Leistung aus der 2.Halbzeit gerne wieder sehen möchte.

Das war das zweite Spiel und das dritte stand bereits in den Startlöchern. Klar, spannungsmäßig war das nur noch schwer zu toppen. Doch auch das dritte Spiel hatte seinen ganz eigenen Charakter.

SG EBT III gegen Friedrichshagener SV  II, Anwurf 17.00, D-Jugend, Stadtliga Staffel B

Interessant bei diesem Spiel war vor allem eine Sache. Zeigte die Mannschaft eine Reaktion, nachdem zig Einzelspieler das letzte Spiel vergeigten? Rückte man als Mannschaft wieder etwas zusammen? Oder machte man dort weiter, wo man die Woche davor aufhörte? Das wäre einem Alptraum nahgekommen und hätte den Trainer vor eine Herkulesaufgabe gestellt.

Doch Probleme sind dafür da, um sie zu lösen. Und je eher man Probleme erkennt, desto besser lassen sie sich lösen. Das wusste auch der Trainer, packte die Probleme innerhalb der Mannschaft bei der Wurzel und entsorgte sie auf dem Komposthaufen der Geschichte.

Klar, sie können wieder wachsen, aber an diesem Tag zeigte die Mannschaft erstmal eine tolle Reaktion.

Wieder kämpfte die Eine für die Andere, die mannschaftliche Geschlossenheit konnte man wieder erkennen, wenn natürlich auch noch nicht so, wie es vorher war. Aber auch das wird wiederkommen.

Ohne diese mannschaftliche Geschlossenheit wären die Mädchen von Bernd Seliger gegen die starken Gäste aus Friedrichshagen nicht nur baden gegangen. Sie wären gnadenlos abgesoffen. Doch so nahm auch die 3. D-Jugend den Kampf an und bot den Gästen Paroli. Man ließ den Ball über die Außen laufen, versuchte alles und warf alles hinein, was da war.

Okay, diese eine Spielerin, der im gesamten Spielverlauf 12 Tore gelangen, bekam man leider nicht in den Griff, aber das war an diesem Tag eher eine Nebenerscheinung.

Zur Halbzeit lagen unsere EBT-Mädchen mit 14:15 im Rückstand. Es war also noch alles möglich.

Vielleicht wäre ein Sieg an diesem Tag auch zu viel gewesen. Weil Siege manchmal eben doch nicht alles sind. Und deshalb kann man dem vergebenen 7-Meter nach 34 Minuten auch etwas Positives abgewinnen. Es wäre der erneute Ausgleich gewesen, der unseren Mädchen danach nicht mehr gelingen sollte. Viel mehr bauten die Gäste ihre Führung aus. 22:24 hieß der Endstand. Doch Sieger gab es an diesem späten Nachmittag auf beiden Seiten.

Die 3. D-Jugend belegt jetzt den 7. Rang in der B-Staffel der Stadtliga und gastiert am kommenden Sonntag beim VFV Spandau II.