Auch am Dienstag hielt der Wettergott die Regenwolken noch zurück, bis die morgendlichen Joggingrunden hinter den Mädchen lagen. Dann ging es, nach einem Abstecher in den Frühstückssaal, wieder in die Halle. Und manche Mädchen spürten langsam die körperlichen Anstrengungen der intensiven Trainingseinheiten. Hier und da zuckte und zwickte es, aber es galt, durchzuhalten, wenn möglich.

Nach zwei Trainingseinheiten am Tag stand am Abend Jazz-Dance auf dem Programm und alle Schmerzen waren vergessen. Man hüpfte und sprang und studierte kleine Abläufe ein. Natürlich hatten die Trainer auch hier einen Hintergedanken, fördert und fordert Jazz-Dance doch die Beinarbeit.

Dann waren es aber doch die Beine, die am nächsten Morgen schwer waren. So manches Mädchen absolvierte die Laufrunden am Mittwochmorgen mit einem leichten Stöhnen oder in einem doch eher geruhsamen Tempo.

Das geruhsame Tempo war dann bei der ersten Trainingseinheit aber vorbei. Da die Sonne wieder schien, teilten sich die Gruppen auf. Der 10er Jahrgang fuhr den Berg hinab zur Sporthalle, wo sie die raumbezogene Manndeckung kennenlernten, während die 2009er das Volleyballfeld einnahmen.

Und dort wartete ein besonderer Gegner. Der örtlichen Jugendgruppe unterlag man knapp in zwei Sätzen. Und das nicht im Handball, sondern im Ball über die Schnur. Und die Mädchen bekamen schnell mit, dass sie sich auch in der Zukunft nicht vor Größeren verstecken müssen.

Und dann war es wieder soweit. Endlich. Der Pool wartete mit einer Abkühlung und die Küche anschließend mit Spinat und Rührei.

Während der Mittagspause tauschten die Mädchen zum zweiten und letzten Mal ihre Zimmer, damit jedes Mädchen einmal mit allen Mitspielerinnen in einem Zimmer war. Dies soll vor allem Kleingruppenbildungen verhindern.

Das Nachmittagstraining stand dann ganz im Zeichen der Abwehrarbeit. Und auch am Nachmittag merkte man, dass die Mädchen müde waren. Die intensiven Tage im Trainingslager hinterließen ihre Spuren.

Das Abendprogramm ähnelte dann dem Nachmittagsprogramm. Nur war es weniger intensiv und die Mädchen standen nicht auf dem Parkett, sondern spielten sich Tischtennisbälle, Air-Hockeyscheiben oder den Ball beim Tischkicker zu, während andere verschiedene Bastelangebote nutzten. Auf jeden Fall war es eine willkommene Abwechslung und eine gelungene Regeneration.