Eine bemerkenswerte und erfolgreiche Reise in das Reich der Mitte der SG Empor Brandenburger Tor weibliche Jugend B vom 22.6. - 30.6.2005 nach Peking und vom 30.6. - 6.7.2005 nach Shanghai...

 


Am letzten Schultag fuhr unsere Sportgemeinschaft Empor Brandenburger Tor mit 15 Spielerinnen und 5 Verantwortlichen pünktlich um 11.26 Uhr mit dem Zug von Berlin Ostbahnhof nach Frankfurt am Main. Dort bestiegen wir um 20.10 Uhr das Flugzeug nach Peking (China). Am 23.6. landeten wir wohlbehalten nach einem ruhigen Flug auf dem Flughafen in Peking. Nach Erledigung der Formalitäten wurden wir von unserer Reiseleiterin Frau Wang herzlich in Empfang genommen und nach einer kurzen freundlichen Begrüßungsansprache ging es mit dem bereitstehenden Bus zu unserem Hotel. Alle waren in 2-Bettzimmern untergebracht und somit war der erste Eindruck sehr gut und wir konnten uns die nächsten Tage nach anstrengenden Tagesabläufen wohlfühlen und entspannen.
Am späten Nachmittag war der erste Programmpunkt ein Besuch des Platzes des Himmlischen Friedens. Dieser Platz mit seiner Größe und Bebauung sowie umgeben von breitspurigen Fahrbahnen machte auf alle einen großen Eindruck. Nach einem ausgedehnten Spaziergang und ersten Erlebnissen in Peking fuhren wir zum ersten Abendessen ins Hotel zurück. Die drei pekingerfahrenen Sportfreunde Jack Dorn, Achim Kosubek und Manfred Kehrberg waren gespannt, wie der Rest der Delegation das chinesische Essen annehmen würde. An 2 Zehnertischen kam gleich gute Stimmung auf, nach und nach füllte sich der Tisch mit erlesenen Speisen. Es gab viel Gaudi bei der Aufnahme der Speisen mit den Stäbchen. Nicht alle Bissen fanden den Weg in den Mund, sondern landeten irgendwo auf Tisch, Kleidung usw., so dass erst mal Messer und Gabel herangeschafft werden mussten, um zurechtzukommen. Herr Kehrberg ließ es sich nicht nehmen, allen eine Unterweisung im Gebrauch der Stäbchen zu geben. Nach diesem ersten Intermezzo in Peking ging es zur Nachtruhe um 22.00 Uhr Pekinger Zeit (16.00 Uhr MEZ).

Die nächsten Tage waren geprägt von Besuchen in der Verbotenen Stadt, des Sommergartens, des großen Freizeitparks mit Himmels-Pagode, des Pekinger Zoos (mit seinen putzigen Pandabären), von Einkaufsmeilen, der Beijing-Shichahai-Sports School und der Beijing-Muxiyuan-Palestra Sport Art School (2 Sportschulen mit bester Ausstattung sowohl bei den Internaten und Sportanlagen als auch bei den Restaurants für die Versorgung der Sportler und Offiziellen - beste Bedingungen für die Vorbereitung der Olympische Spiele 2008 in Peking!). Die Besuche der Sehenswürdigkeiten in Peking hinterließen bei unserer Delegation einen großen Eindruck. Wir waren begeistert von der Großzügigkeit und der Schönheit der Bauten und der Infrastruktur der Stadt Peking. Besonderen Eindruck hinterließ der Besuch der beiden Sportschulen auf unsere Mädchen im Vergleich zu unseren Sportschulen in Berlin.
Neben diesen kulturellen Ereignissen und lukullischen Genüssen hatten wir auch viele sportliche Höhepunkte in Peking. Unser 1. Spiel gegen die Chaoyang-Physical-Sports School endete überlegen für unsere Mannschaft mit 19:5 (Torschützen: Anne 5, Lisa 3, Jana 2, Christina 2, Deborah 2, Julia 1, Sandra 1, Franziska 1).
Am nächsten Tag kam die Revanche. Die chinesischen Mädchen hatten sich gut darauf eingestellt, konnten aber in der zweiten Halbzeit unserem Druck und Konterspiel nicht mehr standhalten und wir gewannen 32:19 (Torschützen: Deborah 4, Anne 4, Sandra 4, Lisa 4, Christina 3, Franziska 3, Theresa 2, Lena 2, Julia 2, Pauline 2, Sabrina 2).
Unser 3. Spiel gegen die Mannschaft des Bezirkes Xuan Wu gewannen wir 29:6 mit sehenswerten und druckvollen Aktionen (Torschützen: Christina 7, Theresa 5, Lisa 5, Anne 3, Sandra 3, Deborah 2, Julia2, Lena 1, Sabrina 1).
Das 4. Spiel gegen eine Mannschaft des Bezirkes Daxing wurde ebenfalls klar mit 22:6 für EBT entschieden (Torschützen: Anne 5, Lena 4, Sabrina  4, Christina 3, Theresa 1, Deborah 1, Franziska 1, Sandra 1, Julia 1, Lisa 1).
Ausschlaggebend für unsere klaren Siege in Peking war vor allen Dingen eine sehr gute aggressive Deckungsarbeit und ein druckvolles Spiel im Angriff. Die chinesischen Mädchen waren zwar technisch gut ausgebildet, hatten aber enorme Schwächen beim Torwurf. Alle Spiele fanden in einer freundschaftlichen und harmonischen Atmosphäre statt. Die Schiedsrichter waren gut ausgebildet und leiteten die Spiele souverän.
Zum Abschluß besuchten wir noch die Chaoyang Sports School, wo unsere Mädchen von den chinesischen Mädchen recht herzlich empfangen wurden und sich über die schulischen und sportlichen Möglichkeiten vor Ort informieren konnten.
Für unsere Delegationsleitung war die Reise nach Peking auch sehr erfolgreich. Der Vizedirektor des Beijing-Municipal Sports Boureau (Präsident der Reiterunion Pekings und Präsident des Taekwondoverbandes Peking) Herr Niu Decheng und der Direktor des Pekinger Bezirks Chaoyang Herr Tian Ju Qing sowie die beiden Direktoren von der Muxiyuan-Sports School Herr Xu Guangshu und von der Shichahai-Sports School Herr Weihui luden unsere Delegationsleitung ein, informierten uns über die Vorbereitung der Olympischen Spiele 2008 in Peking, waren sehr erfreut über die jahrelangen Beziehungen zwischen Peking und der SG EBT und sprachen die Hoffnung aus, auch in Zukunft einen engen sportlichen Kontakt zu pflegen. Ein hervorragendes Essen bei jedem Treffen rundete unsere Begegnungen ab. Als Abschluss in Peking konnten wir das traditionelle Essen "Pekingente" genießen.
Teil 2 der Reise führte uns am 30.6. mit dem Flugzeug von Peking nach Shanghai. Am Flughafen wurden wir von unserem Reiseleiter Herrn Guo Bo, auf Deutsch kurzgenannt Wolfi, herzlich empfangen. Wie sich im weiteren Reiseverlauf herausstellte, war Wolfi ein sehr unterhaltsamer spaßiger Partner, der aber auch sehr streng reagierte, wenn die Mädchen bei seinen Erzählungen dazwischenredeten. Mit dem Bus ging es vom Flughafen zum Hotel New Asia. Dieses Hotel lag inmitten Shanghais in der Nähe des Bunds (Uferpromenade am Huang Pu River). Nach dem Einschecken (3-Bettzimmer) war für den Rest des Tages Ruhe angesagt. Die Überraschung am nächsten Morgen war das reichhaltige Frühstück. Neben chinesischer Kost gab es hier auch jede Menge europäischer Elemente.

In den nächsten Tagen gab es ein umfangreiches Programm zu absolvieren.
Folgende Sehenswürdigkeiten besuchte unsere Delegation:
den Buddha Tempel,
den Yu Yuan Garden (ein wunderhübscher gepflegter Garten mit herrlichen Wasserspielen),
den Old Shanghai Basar,
eine Schiffsfahrt auf dem Huang Pu River,
ein Spaziergang auf dem Bund,
2-maliger Besuch auf der Nanjing Road (Prachteinkaufsmeile)
und den Besuch des Fernsehturms.

Unsere Delegation war bei all diesen Besuchen fasziniert von der Stadt Shanghai mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und gigantischen Wolkenkratzern.
Ein eindrucksvolles Bild bot uns der Spaziergang auf dem Bund bei Dunkelheit. Alle Häuser auf beiden Seiten des Flusses erstrahlten bei hellem Licht - ein faszinierender Anblick. Auch die Schiffsfahrt auf dem Huang Pu River war ein Erlebnis, man konnte das Leben auf dem Wasser und in der Stadt gut beobachten - Shanghai eine lebende und wachsende Stadt. Ein herrliches Abendessen auf einem Restaurantschiff auf dem Huang Pu River war einer der Höhepunkte. Er wurde nur übertroffen von unserem Besuch des Fernsehturms mit seiner unvergleichlichen Sicht auf eine gigantische Perepherie. Der absolute Höhepunkt war das Abschlussessen auf einem Drachenschiff auf dem Huang Pu River.
Auch sportlich gab es bemerkenswerte Höhepunkte in Shanghai.

1. Höhepunkt war der Besuch des Olympischen Zentrums. Neben außergewöhnlich großen, stilvollen, weiträumigen und zweckmäßigen Sportstätten für die Wassersportarten gab es Tischtennishallen, Volleyballhallen, Basketballhallen, ein Ruderzentrum mit künstlich angelegtem Ruderkanal, Restaurants, Mensa, Hotelunterkünfte für die Sportler und Gäste, Tennisanlagen, Golfanlagen und Parkanlagen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, denn so was hatten wir noch nicht gesehen. Dann ein Erlebnistraining für unsere Mädchen - gemeinsames Training mit der Wasserball-Auswahl von Shanghai. Es gab viel Spaß, auch einige Erfolgserlebnisse bei den Torwürfen für unsere Mädchen und ein Gruppenfoto. Ein abschließendes Mittagessen beendete den Besuch im Olympiapark von Shanghai.
2. Höhepunkt waren unsere Handballspiele gegen die Shanghai-Auswahl (15-16 Jahre). Das 1. Spiel gewannen wir 30:24 (Torschützen: Anne 10, Theresa 4, Julia 4, Lena 3, Christina 3, Sandra 2, Franziska 2, Lisa 1, Sabrina 1).
Das 2. Spiel wollte die Auswahl von Shanghai nicht verlieren. Nach furiosem Start der Shanghai Auswahl kam EBT nicht zum Zuge, zur Halbzeit lagen wir mit 9 Toren zurück. Erst eine gepfefferte Ansprache des Trainers Jack Dorn holte unsere Mädchen aus ihrer Schlafphase und nach kampfbetonter 2. Halbzeit gewannen wir das Spiel mit 32:27 (Torschützen: Christina 7, Anne 5, Franziska 5, Lisa 4, Julia 3, Lena 2, Deborah 2, Sandra 1, Jana 1, Sabrina 1, Pauline 1).
Erwähnenswert sind natürlich auch die Leistungen unserer Torwartfrauen bei allen Spielen (Isabelle als Nr. 1, Adrienne  als Nr. 2 mit großen Fortschritten und Jennifer als Nr. 3). Das Team aus Shanghai war von der Größe und technischem Können sehr gut ausgebildet und wurfstark. Defizite gab es im taktischen Verhalten (beruhen auf Umschulung von Basketball auf Handball), vor allem bei ihrer offensiven Zonendeckung.
Neben den sportlichen Begegnungen gab es Treffen mit Herrn Wang Yang Sen (Direktor des Shanghai Sports Technology Institute gleichzeitig Vizepräsident des Basketballverbandes Shanghai und Generalsekretär des Handballverbandes Shanghai). Hier wurden informelle Gespräche über die Zusammenarbeit von Shanghai und EBT geführt. Zum Abschluss der Reise organisierte die Delegationsleitung von EBT ein Abschlussessen für die gesamte Delegation. Lena Claus dankte im Namen der Mannschaft für diese schöne und unvergessliche Reise, Trainer Jack Dorn dankte den Mädchen für die gezeigten sportlichen Leistungen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese ein Ansporn für die nächste Spielsaison sein sollten. Die Sportfreunde Kehrberg und Kosubek zogen ein Fazit aus der Reise. Es waren bemerkenswerte Erlebnisse, freundliche und harmonische Begegnungen mit den chinesischen Sportlern und Funktionären aus Peking und Shanghai und erfolgreiche sportliche Begegnungen. Die SG EBT hat Berlin als Partnerstadt Pekings würdig vertreten.
Großen Anteil am Gelingen der Reise hatte Jana Dorn bei der Betreuung der Mädchen.
Das letzte Wort gilt Detlef Klavehn. Er bedankte sich bei der SG EBT für diese wundervolle Reise, für das harmonische Auftreten der gesamten Delegation. Er war beeindruckt von der Vielfältigkeit der Erlebnisse und Begegnungen und war froh über seine freundliche Aufnahme bei uns. Abschließend bewertete er die Disziplin und das Auftreten unserer Mädchen als positiv und wünschte für die kommende Saison viel Erfolg.
Eine Anmerkung: Nach 14 Tagen Kampf mit den Stäbchen konnte er diese perfekt führen. Der Abschied von China war gekommen. Der Transrapid mit 431 km/h beförderte uns in 8 min zum Flughafen Shanghai. Dies war zum Abschluss ein schönes Erlebnis bevor es in die Heimat zurückging, wo wir mit 5 h Verspätung eintrafen und die Eltern ihre Kinder wohlbehalten in Empfang nahmen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Eltern bedanken, die uns unterstützt haben und durch ihre finanzielle Bereitschaft ihren Kindern diese Reise ermöglicht haben. Dank an den TSV Rudow für den Einsatz von Christina und Dank an die Reinickendorfer Füchse für den Einsatz von Anne. Am Rande konnten wir die nächste Reise von Vereinsmitgliedern im Mai 2006 vorbereiten unter dem Motto "Höhepunkte Chinas", für die es jetzt bereits zahlreiche Anmeldungen gibt.